Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hamburg das Ziel von Millionen Menschen aus ganz Europa, die von einem besseren Leben in Übersee träumten: Auf der Elbinsel Veddel warteten sie auf die Schiffe, die sie meist nach Amerika brach­ten.
Ein Jahrhundert später ist die Veddel die Heimat vieler Einwanderer – und des Integrationsprojektes MADE AUF VEDDEL, in dem Frauen hochwertige Accessoires und Kleidungsstücke herstellen.

In den Herkunftsländern der Einwanderinnen hat Hand­arbeit eine lange Tradition, die durch die Projektarbeit gefördert wird. Herzstück ist ein ehemaliges Ladenlokal, in dem die Frauen seit 2008 professionell ausgebildet werden. Stricken, Nähen und Häkeln können sie aber auch zu Hause. Dies ermöglicht ihnen einen Alltag, in dem Familie und Arbeit vereinbar sind. Initiatorin Sibilla Pavenstedt: „Durch das Projekt erhalten die Frauen nicht nur eine längerfristige und verlässliche Pers­pektive, sondern können auch aus eigener Kraft ihr Einkommen erzielen – einer der schönsten Wege, das Vertrauen in die eigenen Fä­higkeiten zu stärken und die Eigenständigkeit zu fördern.“ Als sichtbares Zeichen für diese Selbstbestimmtheit trägt jedes Stück, das in Handarbeit MADE AUF VEDDEL produziert wird, ein Etikett mit dem Namen der Frau, die es hergestellt hat.